Aufgrund der aktuellen Lage haben sich einige Betriebe dazu entschieden auch die Arbeit der Azubis kurzfristig ins Homeoffice zu verlegen.

Die Umsetzung hierzu musste schnell und unvorbereitet über die Bühne gehen. Auch der Unterricht in den Berufsschulen wurde eingestellt. Diese Zeiten müssen nun auch von euch Ausbildern aufgefangen und sinnvoll gefüllt werden.

Wie gestaltet sich Berufsausbildung aus und im Homeoffice?

Über unsere XING Community habe ich Ende letzter Woche eine kleine Umfrage durchgeführt. Die Antworten kamen über die Abstimmung oder als Direkt-Nachricht zu mir. Mit dem folgenden Ergebnis:

Unsere Azubis arbeiten im Homeoffice

Azubi-Homeoffice klappt gut 33%

Azubi-Homeoffice gestaltet sich schwierig 67%

Azubis aus dem Homeoffice führen

Bei euch als Ausbilder laufen die Fäden zusammen, das ist grundsätzlich so. Heißt: Ihr seid Führungskraft und Ansprechpartner für eure Azubis, übernehmt aber auch Koordinations- und Organisationaufgaben für und mit euren ausbildenden Fachkräften.

Damit Ausbilden aus dem Homeoffice klappen kann ist es wichtig Anforderungen und Erwartungen an die beteiligten Personen eindeutig zu formulieren.

Eure Azubis müssen ihren Arbeitstag weitgehend selbst organisieren und gestalten. Das ist eine sehr herausfordernde und nicht einfach zu meisternde Situation.

Wie können wir als Ausbilder hier unterstützen?

  • neue Situation thematisieren
  • Herausforderungen und Erwartungen benennen
  • als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung stehen
  • Vertrauen schenken
  • kurzes virtuelles Teammeeting (am besten mit Bild) täglich zur selben Uhrzeit
  • Azubi-Homeoffice Alltag organisieren

Organisationshelfer sein!

Eure Azubis befinden sich im Homeoffice in einem für sie komplett veränderten Tagesablauf wieder. Jegliche Struktur und äußere Ordnung fehlen.

Sie müssen Aufgaben, Prioritäten und Hilfestellungen selbst einfordern und organisieren.

Das ist keine leichte Challenge!

  • unterschiedliche Erwartungen erfüllen
  • Aufgaben aus den Fachabteilungen abarbeiten
  • Lern-/Hausaufgaben von der Berufsschule bewältigen
  • Lern-/Projektaufgaben von Seiten des Ausbilders bearbeiten
  • Abstimmung mit allen Beteiligten
  • längere Wege bei Rückfragen/Klärungen
  • Konzentration auf die Aufgaben im Homeoffice
  • usw.

Hier kann es für alle von Vorteil sein gemeinsam mit euren Auszubildenden einen Wochenplan aufzustellen, in dem die unterschiedlichen Anforderungen Zeit und Raum finden können.

Dieser sollte auch schriftlich festgehalten werden und somit für alle Beteiligten verfügbar und gültig sein. Fachabteilung, Azubi, Ausbilder.

Der Azubi-Wochenplan kann ähnlich eines Stundenplanes gestaltet sein und Zeiträume für bestimmte Aufgaben festlegen.

Beispielsweise so: Azubi-Wochenplan!

Beim gemeinsamen Festlegen des Wochenplanes macht es Sinn diesen nach der Leistungskurve (Biorhythmus) auszurichten, um gerade Lernzeiten und Zeiten für die Berufsschule effektiv zu nutzen und das Arbeiten zu erleichtern.

Orientierung geben

In der Zusammenarbeit aus dem Homeoffice ist es gerade für eure Auszubildenden wichtig Orientierung zu erhalten.

  • Wer ist wann für sie zuständig?
  • Wem übergeben sie Arbeitsergebnisse bis wann?
  • Was wird von ihnen erwartet?

Hierzu ist es hilfreich und notwendig, dass ihr als Ausbilder klare Absprachen über Herausforderungen und Erwartungshaltung an die Azubis trefft und diese kommuniziert, auch mit euren ausbildenden Fachkräften.

Für eure Azubis ist es, denke ich, wichtig in dieser komplett veränderten Ausbildungssituation Vertrauen in euch als Ausbilder haben zu können. Eine gute Organisation und ein definierter Rahmen bilden hier die Basis und schaffen Vertrauen und Struktur.

Auch ihr dürft euren Auszubildenden einen Vorschuss an Vertrauen schenken, dass sie diese Herausforderung bestmöglich mit eurer Unterstützung meistern werden und auch aus dem Homeoffice gute Ausbildungsleistungen erbringen.

Wenn ihr noch Webtool und App Tipps für eure Azubis benötig, werft einen Blick in meinen Blogpost – Smarte Ausbildung, Webtools & Co.